Hallo

 

Als klar war das Riko schwer Nierenkrank ist und wir nach Alternativen in der Ernährung suchten sind wir auf den Ernährungsplan von

 Dr. Ian Billinghurst gestoßen.

Riko ist strikt danach ernährt worden und es ist im ausgezeichnet bekommen.

(Ironie des Lebens. Als er an Krebs starb waren seine Nierenwerte im grünen Bereich)

Zusätzlich ist Riko Homöopathisch behandelt worden.

Den Weg zu einem Homöopathen würden wir persönlich grundsätzlich jedem Hundehalter empfehlen      

dessen Hund (ganz gleich an was) erkrankt ist.

Bitte lasst zunächst immer eine gesicherte Diagnose erstellen und behandelt nicht selbst ins Blau hinein.

Es gibt kompetente Leute die Ernährungspläne für kranke Hunde erstellen.

(Falls Bedarf besteht bitte eine kurze Mail an mich und ich leite die Anfrage dann weiter)

Marion.Kervenheim@freenet.de

Hört mehr auf euren Bauch.

Nicht alles was die Schulmedizin vorschlägt ist richtig,

was jetzt nicht bedeutet das alles was sie vorschlägt falsch ist.

Aber abwägen sollte man, genau überlegen, hinhören  und sich fragen ob es denn richtig sein kann gleich

mit Kanonen auf Spatzen zu schießen

 

 

Billinghurst

Diät

Das wichtigste Kriterium einer Diät für Hunde mit Nierenschäden ist, dass die Nahrung wenig Eiweiß, wenig Phosphor und wenig Salz enthält.

Eine Nierendiät sollte keine kommerziell hergestellten Nahrungsmittel enthalten, weil in großen Mengen produzierte Futtermittel keine ganzen, rohen und natürlichen Bestandteile enthalten und alle einen sehr hohen Anteil von Getreide, Phosphor und Eiweiß enthalten.

Der Grund, warum eine Nierendiät kein Getreide enthalten sollte, ist weil Getreide im allgemeinen für Hunde biologisch nicht artgerecht ist. Sie enthalten viel Stärke (die Killer-Kohlenhydrate), viel Phosphor und ihr Eiweiß wird schlecht verdaut und ist auch von schlechterer Qualität.

Nierendiäten müssen eiweißreduziert sein. Der Grad der Reduzierung ist vom Grad der Nierenschwäche abhängig. Das Eiweiß muss weiter von hoher Qualität sein. Um eine hohe Qualität von kleiner Menge zu erreichen, sollen kleinen Mengen von rohem Fleisch (Huhn, Rind usw.), Eier, Fisch und Innereien wie Leber, Nieren, Hirn und Herz gefüttert werden. Es ist empfehlenswert, so viele Sorten wie möglich zu füttern. Füttern Sie Leber aber nur wenig bei fortgeschrittenem Nierenschaden.

Wenn der Nierenschaden noch begrenzt ist, soll auch die Eiweißreduzierung im Rahmen gehalten werden. Im fortgeschrittenen Stadium muss das Eiweiß weiter reduziert werden. Es ist hingegen wichtig, den Eiweißanteil so hoch wie möglich zu halten – in umgekehrter Relation zur Nierenerkrankung, um den Verlust von Körpermasse zu verhindern und das Immunsystem zu unterstützen.

Wenn das Problem nur klein ist, fahren Sie fort Knochen zu füttern, weil der Vorteil bei weitem die Nachteile überwiegt. In fortgeschrittenen Fällen füttern Sie keine Knochen, um den Mineralgehalt der Nahrung zu senken.

Die Nierendiät muss einen hohen Fettanteil haben, besonders von den essentiellen Fettsäuren. Verwenden Sie das Fett von Eiern, Huhn und Leinsamenöl (Vorsicht: manche Hunde haben davon die Kratzerei bekommen, können viele nicht vertragen). Geben Sie ebenfalls Vitamin E, das das Ranzigwerden dieser Fette im Körper verhindert.

Die Nierendiät enthält einen großen Anteil von rohem, püriertem, frischem Gemüse. Sie muss ebenfalls leicht verdaulich sein und deshalb ist die Zugabe von Verdauungsenzymen von Vorteil. (analog einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung)

Der Nierenpatient erhält eine große Menge von wasserlöslichen Vitaminen (C- und B-Komplex), weil jene durch die große Urinausscheidung in großen Mengen ausgeschieden werden.

Seealgenmehl darf wegen dem hohen Salzgehalt nicht gefüttert werden und auch Lebertran ist wegen dem hohen Anteil an Vit. A nicht geeignet, ebenfalls abgeraten werden muss von Bierhefe wegen dem hohen Eiweißgehalt.

Die Basis der Nierendiät besteht aus ¾ rohem, püriertem Gemüse und ¼ rohen fleischigen Knochen (oder nur Fleisch bei fortgeschrittenen Fällen). Gut gehackt und gemischt mit dem Gemüse, dem Leinsamenöl, den Vit. E, B und C. Nicht vergessen, bei fortgeschritten Nierenschäden keine Knochen!

Muster für eine Nierendiät:

- 3 kg rohe, pürierte Früchte und Gemüse
- 1 kg rohes, mageres, gehacktes Fleisch (Rind, Huhn, Lamm, ganze Fische oder eine Mischung davon)
Ist die Nierenerkrankung im Anfangsstadium wird dringend empfohlen, mind. die Hälfte
des Fleisches durch gehackte Hühnerhälse oder Flügel zu ersetzen. Ansonsten mit 100 gr.
Sesampaste ergänzen
- 250 ml mageres Naturyoghurt
- 3 Eier (ganz mit Schale)
- 3-4 EL Leinsamenöl
- 250 gr. gehackte Leber, Niere, Herz, grünen Pansen, Hirn
- 3 Knoblauchzehen

Das übrige der Mischung, das nicht an einem Tag gefressen werden kann, sollte tief gefroren werden. Täglich die Vitamine B, C und E und die Verdauungsenzyme darunter mischen.

Verschlechtert sich die Situation, muss die Fleischportion reduziert werden!!
 

, copyright Ian Billinghurst:

Wie nun ist Riko genau ernährt worden???

 

Wir haben nichts eingefroren sondern haben für Riko das Futter jeden Tag frisch zubereitet. Riko war ein 3 Jahre alterBerner Sennenhund ,mit einem Stockmaß von 68 cm und er wog 38,5 Kg.

 

Nach obigem Plan haben wir seine tägliche Futtermenge berechnet.

Bei gesunden Hunden mit normaler Auslastung geht man von einer Futtermenge aus die ungefähr 2 % - 3 % des Gesamtgewichtes beträgt.

Da Nierenkranke Hunde sehr schnell Muskelmasse abbauen hat Riko ca. 4% seines Körpergewichtes an Futter täglich bekommen.

Das heißt er bekam

750 gr. Gemüse
250 gr. Fleisch/Fisch
62,5 gr. Herz/Pansen
62,5 gr. Joghurt
45 gr. Ei
25 gr. Sesampaste.

Die Ärzte in der Tierklinik haben Riko, als festgestellt wurde das er Nierenkrank war noch ein halbes

Lebensjahr gegeben.

Riko hat 2 glückliche Jahre nach diesem Futterplan gelebt. Seine Nierenwerte, die regelmäßig

alle viertel Jahr kontrolliert wurden lagen immer im vertretbaren Rahmen, d.h

seine Nierenwerte waren minimal erhöht was aber nicht ungewöhnlich war, da eine

kranke Niere nie wieder richtig gesund wird.

Nierengewebe kann sich nicht regenerieren.

Wäre der verfluchte Krebs nicht ausgebrochen hätte Riko noch Jahre so weiter leben können.

 

 

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